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LeonexinKomplex

Diabetische Neuropathie

Diabetes ist in Deutschland die häufigste Ursache für Nervenschäden. Die gute Nachricht: Kaum eine Folgeerkrankung lässt sich so wirksam beeinflussen wie diese – vorausgesetzt, man beginnt früh.

5 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: August 2026Redaktionell geprüft

Wie hoher Blutzucker Nerven schädigt

Dauerhaft erhöhte Zuckerwerte schädigen die feinen Blutgefäße, die die Nerven mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Gleichzeitig entstehen Stoffwechselprodukte, die Nervenfasern direkt belasten. Zuerst betroffen sind die längsten Fasern – deshalb beginnen die Beschwerden fast immer an den Zehen.

Frühzeichen, die zählen

  • Kribbeln oder Brennen in den Zehen, besonders abends
  • Verringertes Vibrationsempfinden bei der Stimmgabelprüfung
  • Trockene, rissige Haut an den Füßen durch gestörte Schweißregulation
  • Fehlender Achillessehnenreflex
  • Unsicherer Gang im Dunkeln

Die jährliche Fußuntersuchung

Menschen mit Diabetes sollten die Füße mindestens einmal jährlich untersuchen lassen – bei bestehenden Nervenschäden häufiger. Geprüft werden Hautzustand, Fußpulse, Berührungsempfinden mit dem Monofilament, Vibrationsempfinden mit der Stimmgabel sowie Temperatur- und Schmerzwahrnehmung.

Tägliche Fußpflege in fünf Schritten

  1. Füße täglich ansehen, Sohle notfalls mit einem Handspiegel.
  2. Kurz lauwarm waschen, danach besonders zwischen den Zehen gut abtrocknen.
  3. Harnstoffhaltige Creme auftragen, nicht in die Zehenzwischenräume.
  4. Nägel gerade feilen statt schneiden; Hornhaut nicht mit Klingen entfernen.
  5. Vor dem Anziehen mit der Hand in den Schuh fassen und nach Fremdkörpern tasten.

Was den Verlauf beeinflusst

FaktorZiel
Blutzucker (HbA1c)Individuell mit der behandelnden Praxis festlegen und stabil halten
Blutdruck und BlutfetteIm Zielbereich – sie belasten dieselben kleinen Gefäße
RauchenBeenden; Nikotin verschlechtert die Durchblutung deutlich
BewegungMindestens 150 Minuten pro Woche, fußschonend
Vitamin B12Bei Metformin-Therapie regelmäßig kontrollieren lassen

Der Metformin-Hinweis

Metformin ist ein wichtiges und bewährtes Medikament – kann aber bei langfristiger Einnahme die Aufnahme von Vitamin B12 verringern. Da B12 zu einer normalen Funktion des Nervensystems beiträgt¹, ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Setzen Sie Metformin keinesfalls eigenmächtig ab.

Sofort ärztlich abklären

Bei offenen Stellen, Rötung, Schwellung, Überwärmung oder einer neu aufgetretenen Fußdeformität gehört der Fuß umgehend untersucht. Bei Diabetes gilt: lieber einmal zu früh als einen Tag zu spät.

Häufige Fragen

¹ Vitamin B12, Folsäure, Kupfer und Magnesium tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Leonexin® Komplex ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, eine gesunde Lebensweise oder eine ärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlichen Rat einholen.